Die Modellautos und die darin verbaute Technik werden immer besser, umfangreicher aber auch komplizierter. Weil Technik aber auch immer kleiner und immer billiger wird, werden die kleinen Flitzer mit immer mehr Sensoren ausgestattet, die wiederum eine Menge Daten aufnehmen und weiter senden können. Was in der Formel 1 das Rückgrat der Technik ist, die Telemetrie, hat auch in die Welt der Modellautos Einzug gehalten. Gerade bei elektrisch betrieben Modellen werden viele Daten gesendet.

 

Wenn man ein geeignetes Steuergerät hat, dann kann man die Daten auf dessen Display übertragen. Es gibt aber auch Telemetrie-Lösungen, die mit einem speziellen Empfänger kommen, der einen eigenen Bildschirm mitbringt.

 

Wichtige Daten auf einen Blick

Eine der wichtigsten Informationen bei ferngesteuerten Modellautos ist der Ladezustand der Batterie. Dieser kann dank Telemetrie, die übrigens auch im olympischen Sport  eingesetzt wird,  jetzt in Echtzeit angezeigt werden und der Lenkende kann so besser entscheiden, wie schnell er noch fahren kann oder ob er Strom sparen muss. Angezeigt werden auch der Ladezustand des Empfangsgerätes und die voraussichtlich verbleibende Energiemenge. Weitere Daten sind Fahrtzeit und auch die Umdrehungszahlen des Motors.

 

Der Batterieladezustand ist aber nicht nur wichtig, wenn man wissen will wie lange man noch fahren kann. Die Batterien sind meisten hochwertige Lithium-Ionen-Akkus, die eine Menge Geld kosten. Sie vertragen viel, aber sie mögen keine komplette Entladung. Deshalb versuchen die Profis unter den Modellautobesitzern, niemals unter eine bestimmte Ladegrenze zu kommen.

 

Ein weiterer Sensor kann die Temperatur messen und übertragen. Das ist aus mehrere Gründen von Vorteil. Zum einen gibt die Temperatur Auskunft darüber in welchem Zustand der Motor und das Auto sind. Zuviel Hitze ist genau so schlecht wie zu viel Kälte (niedrige Temperaturen verringern die Leistungsfähigkeit). Es kann aber auch Hinweise auf den Zustand der Batterie geben – wird diese zu stark genutzt kann sie sich aufheizen, was sie wiederum schneller entladen lässt.

 

Die Umdrehungszahlen zu wissen ist wiederum wichtig, wenn man schnell sein will. Das Verhältnis von Drehmoment und Umdrehungszahl bestimmt, wie schnell ein Modellauto vom Fleck kommt und wie schnell der Motor drehen kann. In der Regel beobachtet man die Umdrehungszahlen, um zu verhindern, dass der Motor zu hoch oder zu niedrig dreht. Diese Zahlen geben mehr Auskunft über die Leistung des Motors als die reine Geschwindigkeit.

 

Während Telemetrie in Echtzeit interessant ist, kann man aber auch aus den aufgezeichneten Daten eine Menge lese und lernen.