Als Kind hat sich fast jeder ein ferngesteuertes Auto gewünscht. Es machte einfach einen Riesenspaß, die kleinen Flitzer durchs Wohnzimmer rasen zu lassen und damit die halbe Familie (und den Hund) verrückt zu machen. Und schnell sind sie, zumindest wenn man sie innerhalb des Hauses benutzt.

 

Aber es geht noch schneller: Bastler haben schon immer versucht das meiste aus den batteriegetrieben Wagen herauszuholen und die Rekorde zu brechen. Der erfolgreichste dürfte Nic Case sein, dessen Rennwagen im Jahr 2014 die 300-Stundenkilometer-Grenze durchbrach und mit 325.12 km/h den Weltrekord aufstellte, den er heute noch innehat.

 

Das Rennauto dessen Chassis Case selbst baute und das besonders stromlinienförmig ist, hat ihn 4000 Dollar gekostet und hatte ihn ein halbes Jahr Entwicklungsarbeit gekostet. Es basierte auch dem Schumacher Mi3, einem populären ferngesteuerten Auto der Premiumklasse. Der Motor hat gerade mal 11 PS, muss damit aber nur wenig Gewicht antreiben. Der Strom kam aus 12 Batterien, die zusammengeschaltet waren. Die Reifen wurde eigens direkt an die Aluminium-Räder geklebt, um so wenig Widerstand wie möglich zu bieten. Um bei der hohen Geschwindigkeit stabil zu bleiben , benutzte Case einen Vierradantrieb.

 

Alternativen zu den E-Modellautos

Case bewies damit dass auch elektrische ferngesteuerte Modellrennwagen schnell sein können. Zuvor hatten die meisten Fans der RC Cars Motoren verwenden, die mit Nitromethan  angetrieben werden. Sie kommen ebenfalls auf 300 Stundenkilometer in Rekordversuchen. Meistens aber werden sie für Rennen verwendet. Sie sind nicht so spontan wie elektrische Modellautos, weil der Motor etwas mehr Zeit braucht um Höchstleistung zu liefern. Der Redcat Racing Tornado S30 Buggy Nitro ist einer der Top-Seller und hat einen 75 Kubikzentimeter Tank. Man sollte sich mit Nitro-Modell-Autos auskennen, bevor man versucht, den Motor zu tunen und das Gemisch zu verändern, schliesslich ist der Treibstoff hochexplosiv.

Nach wie vor gibt es auch noch die Modellautos, die mit einem Benzingemisch betankt werden. Sie sind meisten größer und schwerer als die anderen Modelle und haben weniger Top-Speed, dafür sind sie meist robuster und können längere Strecken zurück legen. Außerdem haben sie eine längere Haltbarkeit, der Motor muss selten repariert werden. Diese Modelle waren erst in Europa beliebt, bis auch die Amerikaner die größeren Modelle begannen interessant zu finden. Eines der Top-Modelle ist der Redcat Racing Rampage XT, mit 30 Kubikzentimeter Hubraum und einem Vierradantrieb bringt das Auto immerhin 10 Kilogramm auf die Waage und ist mit knapp 600 Euro auch nicht gerade billig.

 

Welche Antriebsart man benutzt, ist eher eine Frage des persönlichen Geschmacks und der Anwendung. Bei längeren Rennen sind die Benziner immer noch eine gute Wahl. bei Top-Geschwindigkeiten geht es in Richtung E-Autos. Letztere sind auch der Fokus der Entwickler, die versuchen die Motoren noch besser zu machen Bei den Nitro- und Benzinmotoren wird es wohl nicht mehr allzu große Verbesserungen geben.